Arzneimitteltherapie bei Ratten

was können "Hausmittel" und verschreibungsfreie Arzneimittel leisten?

Was kann ich selbst tun, wenn meine Tiere krank sind - diese Frage hat sich sicher jeder von Euch schon einmal gestellt, wenn der Gang zum Tierarzt nicht den gewünschten Erfolg gezeigt hat, das betreffende Tier sich bereits im Endstadium befand oder wenn Ihr unterstützend/ vorbeugend etwas für Eure rattigen Mitbewohner tun wolltet. Die Empfehlungen, die ich im Rahmen des Bielefelder Workshops gegeben habe, sollen KEINESFALLS eine Diagnostik und Behandlung durch einen erfahrenen Tierarzt ersetzen, sie sollen Ratschläge geben für eine unterstützende Therapie. Es sollen auch "Haus"mittel Beachtung finden, die leicht zugänglich sind, weil sie zum Beispiel auf dem Balkon selbst angepflanzt werden können und an die man vielleicht auch nicht sofort denkt, die aber trotzdem einen Versuch wert sind. "Krankenpflege"-Techniken, die natürlich zur umfassenden Versorgung auch wichtig sein können, werden aus Erfahrungsmangel nicht mit einbezogen.


Ziele des Workshops waren:

Einen kleinen Einblick in Aspekte des Arzneimittelrechts zu geben (in welchem rechtlichen Bereich bewegen wir uns bei den vorgestellten Mitteln?)
Die Vorstellung geeigneter Arzneimittel inklusive Präparatenamen für ausgewählte Krankheitsbilder Alternativen zu üblichen (auch verschreibungspflichtigen) Medikamenten anzubieten
manche "Fachliteratur" kritisch zu hinterfragen
Erfahrungen zu sammeln und miteinander zu diskutieren

Bevor Ihr Euch nun zur Selbstbehandlung voller Tatkraft auf Eure Tiere stürzt, vorab noch zwei Bemerkungen:
Zum einen ist nicht alles, was pflanzlich ist, auch gleichzeitig unschädlich!! Bedenkt, dass einige der stärksten Gifte (auch z.B. zur Vernichtung von Ratten) aus dem Pflanzenreich stammen oder chemisch abgewandelte Pflanzeninhaltstoffe sind!
Zum anderen wisst Ihr selbst, wie schnell eine Erkrankung bei solch einem kleinen, schnelllebigen Tier sich verschlimmern kann! Eine Therapie mit verschreibungspflichtigen Medikamenten ist in vielen Fällen die erste Wahl (z.B. Verabreichung eines Antibiotikums durch den Tierarzt im Falle einer bakteriellen Infektion)!


Terminologie

Wie der Titel schon sagt, soll es um VERSCHREIBUNGSFREIE Arzneien gehen. Im Präparateteil wird es daher einen Schriftart-Code geben, der besagt, zu welcher Gruppe ein Arzneimittel gehört.
Man unterscheidet
Drogen: hierbei handelt es sich stets um Pflanzen, Pflanzenteile oder Tees (sogenannte Heilkräuter); die Droge findet Ihr in Normalschrift im Präparateteil. Wenn Ihr Drogen zur Behandlung Eurer Tiere einsetzen wollt, achtet auf die Herkunft der Ware. Wichtig ist, dass nicht vom Weg- oder Straßenrand gesammelt wird und dass die Pflanzen(teile) möglichst frisch sind. Es gibt Heilpflanzen, die ihren Hauptwirkstoff bereits nach wenigen Wochen der Lagerung verlieren. Je frischer das Material, desto mehr Wirkstoff befindet sich darin!! Wer sich nicht sicher ist, kann geprüfte Arzneibuch-Ware in der Drogerie oder in der Apotheke kaufen.
Pflanzliche Fertigarzneimittel: dies sind meist Extrakte aus Heilpflanzen, die eine Mindestmenge des vermuteten oder bekannten Wirkstoffs enthalten, fertig abgepackt und mit Beipackzettel versehen.
Synthetische Fertigarzneimittel: sie enthalten einen oder mehrere definierte, meist industriell hergestellte Wirkstoffe, enthalten eine Verpackung und einen Beipackzettel; die Mehrzahl dieser Medikamente hat eine Zulassung, das bedeutet, die Qualität (Wirksamkeit, Haltbarkeit und Unbedenklichkeit) ist für die Anwendung am Menschen nachgewiesen.
Homöopathische (Fertig)arzneimittel: es handelt sich um Präparate, die nach dem Prinzip der homöopathischen Potenzierung hergestellt sind (zu diesem Thema sei auf die einschlägige Literatur hingewiesen). Der richtige Einsatz solcher Homöopathika kann sehr wirkungsvoll sein, unter Umständen aber auch gar keinen Effekt zeigen. Homöopathie ist eine Kunst für sich, die kaum in einem Buch Platz hat. Ich werde deshalb lediglich auf einige wichtige Präparate hinweisen.

Ein Beispiel:
Die Droge heißt "Ringelblumenblüten" (lat.: Calendulae flos); ein daraus hergestelltes Fertigarzneimittel ist Ringelblumensalbe und in homöopathischer Form kann man z.B. Calendula D4 Globuli, DHU erhalten


Kurzer Einblick in das Arzneimittelrecht

Neu auf dem Markt befindliche Arzneimittel (AM) unterliegen nach § 48 Arzneimittelgesetz (AMG) mindestens 3 Jahre lang der Verschreibungspflicht und können je nach Einstufung danach daraus entlassen werden. Ein Humanmediziner darf verschreibungspflichtige AM verschreiben, ein Tierarzt darf solche AM zur Behandlung der Tiere verschreiben, vorrätig haben und auch abgeben.
Alle nicht verschreibungspflichtigen AM unterliegen automatisch der Apothekenpflicht, es sei denn, sie sind auch hiervon durch §§ 45/55 AMG ausgenommen. Solche Präparate werden dann als sogenannte Freiverkäufliche AM auch in Drogerien/Supermärkten gehandelt, sofern eine Person mit entsprechender Sachkenntnisprüfung vorhanden ist.
Fertig-AM, die nach 1968 auf den Markt gekommen sind, haben im Regelfall ein Zulassungsverfahren hinter sich, das sehr kostenaufwändig (jaja, die neue Rechtschreibung...) ist und die Qualität des AM sichern soll. Es gibt jedoch auch hier Ausnahmen, die dann lediglich registriert sind.


So, und nun zur Hauptsache: was tun bei kranker Ratte?

Atemwegsprobleme sind eine der häufigsten Plagen, die chronisch werden können und mit denen unsere Tiere sich quälen müssen. Die Ursachen sind mannigfaltig, ein Auslöser oder Mit-Auslöser ist oftmals Mycoplasma pulmonis, ein nur sehr schwer bekämpfbares zellwandloses Bakterium, das je nach Untertyp und Effektivität des Abwehrsystems des betroffenen Tieres großen Schaden anrichten kann. Aber gleichgültig, ob Eure Tiere nun von diesem Keim befallen sind oder ob andere Auslöser für das Schniefen und Keuchen verantwortlich sind, könnt Ihr ein paar Dinge versuchen, die meinen Tieren schon geholfen haben.

Thymian (Thymi herba) enthält ein bakterientötendes ätherisches Öl, das dem Thymian auch den charakteristischen Geruch gibt. Man kann Pflanzen, die allerdings relativ langsam wachsen, selbst im Zimmer oder auf dem Balkon ziehen und der täglichen Futterration beimischen. Meine Rattigen fressen es übrigens furchtbar gern! Wer die Dosierung selbst im Griff haben will (Nebenwirkungen nach Verabreichung des Krauts habe ich übrigens noch nicht gesehen): Beispiele für FertigAM sind Thymipin, Bronchicum Elixir Saft.

Huflattich (Farfarae folium) kann man blattweise versuchen zu verfüttern: Schleim und Saponine wirken sekretverdünnend und damit lindernd; am besten nur Arzneibuch-Ware verfüttern, da giftige Alkaloide enthalten sein können.

Spitzwegerich (Plantaginis herba) enthält als Wirkstoff Aucubin (antibakteriell), Schleim sowie Gerbstoffe, die entzündetes Gewebe zur Neubildung anregen können; Pflanzenpresssaft (Kneipp), Sirup. Ich habe selbst keine Erfahrungen mit Huflattich und Spitzwegerich.

Die entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung der Inhaltstoffe aus der Kamille (Matricariae flos) sind schon fast legendär; hier gilt es, möglichst frische Ware zu verfüttern; manche Tiere mögen auch kalten oder lauwarmen Tee, der sich aber in seiner Zusammensetzung von der Frischware unterscheidet (zur Wirkstoffanreicherung lange ziehen lassen!); Kamillosan, Kamillostad enthalten standardisierte Pflanzenextrakte.

Auch Salbeiblätter (Salviae folium) sind "Balkonfutter" sowie leckere Gewürzpflanzen: Salbei enthält einhüllende sowie antibakterielle Komponenten und man kann es problemlos dem Futter beimischen; Salus Salbei Tropfen

Während die eben genannten Arzneipflanzen überwiegend direkt auf die Atemwege wirken, zeigt die Sonnenhutwurzel (Echinaceae purpureae radix) ganz andere Qualitäten: sie hat als Wirkstoffe immunstimulierende Polysaccharide, mit denen in Menschen wie in Tieren in diversen klinischen Studien ein stärkender Effekt auf das Abwehrsystem des Körpers nachgewiesen wurde; der Effekt wurde mit dem alkoholhaltigen Auszug Echinacin beobachtet. Es ist bereits ein alkoholfreies Echinacin auf dem Markt, das sich allerdings von dem alkoholischen Präparat in der Zusammensetzung unterscheidet, zu dem ich deshalb rate. Die Dosierungsempfehlungen klaue ich aus der Literatur: einige Tropfen ins Trinkwasser oder 2x4 Tropfen auf Jogurt. Ich bin mir hierbei aber nicht sicher, ob die Dosierung eher zu gering gegriffen ist. Viele Rattenhalter schwören auf das Echinacin, auch in der Literat(t)ur wird es empfohlen.
Es gibt übrigens vom Echinacin einige Nachahmpräparate (=Generika), die preislich günstiger sind. Die Gleichheit in der Wirkung vermag ich allerdings nicht zu beurteilen, weil pflanzliche Arzneimittel oftmals mit unterschiedlichen Extraktionsverfahren hergestellt werden.

Dies waren ein paar Beispiele aus der Heilpflanzenwelt. Nun folgen Empfehlungen mit synthetischen Arzneistoffen:

ACC akut 200 gibt es als Brausetabletten in der Apotheke. ACC (Acetylcystein) wirkt auswurffördernd und schleimlösend. Es soll außerdem einen anregenden Effekt auf die für die Ausscheidung von Fremdstoffen aus den Bronchien verantwortlichen Flimmerhärchen ausüben. Man kann eine Tablette in wenig Wasser auflösen und mit einer 1 ml-Spritze 2x tgl. 3 Tropfen verabreichen. Die bessere Alternative ist aber in diesem Fall das ACC 100 Granulat vom Tierarzt; dann kann man 2-3x tgl. 1 Messerspitze in dem von meinen Tieren heißgeliebten Jogurt verfüttern. Von diesem Präparat sind einige Rattenhalter ganz begeistert, andere wiederum beschrieben, es wirke überhaupt nicht.

Ein ähnliches Präparat mit dem Inhaltstoff Ambroxol ist Mucosolvan. Dieses AM zeigt beim Menschen ein geringfügig anderes Wirkspektrum als das ACC. Leider kenne ich bisher niemanden, der mit diesem Mittel an Ratten Erfahrungen gemacht hat.

Hier sollen noch ein paar Präparate aufgeführt werden, die wie das Echinacin auf das Immunsystem der Tiere wirken können. Es handelt sich um homöopathische Kombinationspräparate, die nicht nur auf die Atemwege wirken, was sich aus der Wirkweise dieser AM erklärt, sondern einen insgesamt positiven Effekt auf den Gesundheitszustand der Tiere ausüben können. Für alle Medikamente gilt die Dosierung: 2x täglich 5 Tropfen.
Viruvetsan ist speziell auf Tiere zugeschnitten. Es handelt sich um alkoholhaltige Tropfen, die auf dem Beipackzettel den Zusatz tragen: "für Geflügel". Davon sollte sich aber niemand abschrecken lassen.
Metavirulent ist eigentlich zur Anwendung am Menschen gedacht, es sprechen jedoch alle Inhaltstoffe dafür, dass es auch bei Ratten seinen Dienst tut. Metavirulent ist übrigens speziell gegen Atemwegsinfekte interessant.
Resistan und toxi loges sind zwei weitere Präparate mit immunstimulierender Wirkung. Letztere sind auch als Tabletten im Handel.

Um auch die "klassischen" Homöopathika nicht zu vergessen, seien hier noch einmal einige Mittel aufgeführt. Es gibt sie meist in verschiedenen Darreichungsformen. Die sogenannten Globuli sind kleine Zuckerkügelchen, in die der Wirkstoff bzw. die "Energie" des Wirkstoffs eingebettet ist. Sie werden von Ratten meist gern als Leckerli genommen. Hier ist ein Beispiel für die Therapie von Atemwegsinfekten: Echinacea D6, Hedera helix D6 Globuli; zur Langzeittherapie täglich 3x 3-5 Glob.; Echinacea im Akutfall stündlich


Wundbehandlung

Da Ratten einen extrem schnellen Stoffwechsel haben, ist es schon manchmal erstaunlich, wie schnell sogar eine große Wunde heilen kann, ohne dass unterstützend eingegriffen wurde. Es gibt Theorien, dass die Wundheilung ein so komplexes Geschehen ist, in das besser überhaupt nicht eingegriffen wird, um diesen Prozess nicht zu gefährden. Dass jedoch selbst winzige Verletzungen sich entzünden können und daraus gemeine Abszesse entstehen, ist ebenso bekannt. Wie auch immer man das Eingreifen in den Wundheilungsprozess betrachtet, hier seien einige AM genannt, mit denen man das Ganze unterstützen kann.
Als erstes möchte ich bemerken, dass es auf keinen Fall nützlich ist, Kräuter auf eine Wunde zu drücken, da diese Pflanzen immer Bakterien auf ihrer Oberfläche tragen, die, einmal in die Wunde gelangt, auf jeden Fall Entzündungen hervorrufen.

Zum PVP-Iod hätte ich noch eine kleine Ergänzung: ich habe erfahren, dass es für Kleintiere eine Behandlungseinschränkung gibt, da die Möglichkeit besteht, dass das Iod in zu hohen Dosen inkorporiert wird. Ich weiß jedoch von keinem Fall, bei dem Ratten durch die Behandlung zu Schaden gekommen wären! Der Arzneistoff ist meiner Meinung nach zur Desinfektion am (Wirkspektrum, Wirkdauer) sichersten, also noch vor Hexetidin.

Zur Desinfektion offener Wunden sehr wirksam sind Betaisodona Salbe/ Braunovidon Salbe; diese beiden Salben enthalten als Wirkstoff Polyvidon-Iod. Polyvidon-Iod als in ein Trägermaterial eingebettetes Iod hat im Grunde die gute alte Iodtinktur abgelöst , weil es kein Brennen verursacht. Welche Ratte hat schon Verständnis, wenn man sie mit schmerzhaften Tinkturen verarztet?? Polyvidon-Iod eignet sich NUR zur Desinfektion und hat KEINE Heilwirkung! Man sollte das Tier unmittelbar nach so einer Behandlung nicht frei herumlaufen lassen, da der Wirkstoff leuchtend orange ist und prima in Stoffen und Teppichen haftet. Am besten alte Klamotten tragen.
Ein probates Mittel zur Unterstützung der Wundheilung, auf das auch viele Mütter mit wundgescheuerten Babypos setzen, ist Desitin oder Mirfulan Salbe; sie ist "schön fettig" und enthält neben einer gut verträglichen Grundlage Lebertran, Vitamin A und Zink. Sie ist also auch ungiftig, falls der Patient meint, diese Salbe sei Schmutz und müsse schleunigst wieder abgeleckt werden.

Ein weiteres hautwachstumsförderndes Vitamin, das Dexpanthenol, enthält Bepanthen Salbe. Panthenol Spray ist hervorragend verwendbar, wenn entweder eine Kühlwirkung erforderlich wird, wie es zum Beispiel bei Verbrennungen der Fall ist, oder wenn das Tier sich nicht anfassen lässt.
Alle genannten äußerlich anzuwendenden AM sollten mehrmals täglich aufgetragen werden.

Arnica D6 ist DAS homöopathische Mittel der Wahl bei allen Arten von Verletzungen. Es wirkt gegen Schmerzen sowie wundheilungsfördernd; man kann dieses Präparat auch zur Prophylaxe vor Operationen geben (3x5 täglich), und natürlich auch im Anschluss mit der gleichen Dosierung.

Großflächige (offene) Wunden mit einem entzündeten Rand können gut mit Betaisodona oder aber mit Kamillosan Salbe oder Lösung behandelt werden.

Ringelblumenblüten (Calendulae flos) sind in der Apotheke als Salbe zu bekommen (Calendumed DHU). Ihnen wurden ebenfalls antientzündliche sowie wundheilungsfördernde Eigenschaften nachgewiesen.

Der Vollständigkeit halber möchte ich noch auf zwei zur Wundbehandlung weit verbreitete Heilpflanzen vorstellen, die zur rattigen Behandlung aber wenig geeignet sind.

Mit Vorsicht zu genießen sind Salben aus Arnikablüten (Arnicae flos); neben ihrer guten Wirksamkeit bergen sie ein relativ hohes Risiko, dass die Tiere allergisch reagieren.

Für Ratten ebenfalls nicht empfehlenswert ist Beinwell (Symphyti radix): der Extrakt und daher auch entsprechende Präparationen können giftige Alkaloide enthalten. Da Ratten in der Regel nicht wissen, dass die Salbe auf eine äußerliche Anwendung beschränkt ist, sollte man lieber darauf verzichten.

Literaturverzeichnis

  • E. Cotchin, F.J.C. Roe: Pathology of Laboratory Rats and Mice; Blackwell Scientific Publications 1967
    gute Übersicht vor allem über die wichtigsten Ektoparasiten unter dem Mikroskop und über die gerontologischen Veränderungen in Abhängigkeit von der Nahrungsrestriktion; beschreibt Mykoplasmose
  • R. Jaffe: Anatomie und Pathologie der Spontanerkrankungen der kleinen Laboratoriumstiere; Springer-Verlag 1931
    überwiegend beschreibend und veraltet
  • E. Hagemann: Ratte und Maus -Versuchstiere in der Forschung- 1960
    viele Tabellen betreffend Entwicklung von Jungtieren, Daten, Fakten
  • P. Cohrs, R. Jaffe, H. Meessen: Pathologie der Laboratoriumstiere; Springer Verlag 1958
    zweibändiges Werk, beschreibt auch zahlreiche Einzelfälle und wertet Primärliteratur aus. SPF-Haltung noch unbekannt, teilweise veraltet (keine Mykoplasmose)
  • Debbie Ducommun: Rat Health Care, 3. Auflage 1996
    interessant und in großen Teilen sehr empfehlenswert
  • Christopher Day: Homöopathischer Ratgeber Heimtiere; BLV-Verlag 1992
    Brauchbares Nachschlagewerk für Heimtierbesitzer, das Plädoyer gegen die Allopathie ist meiner Meinung nach misslungen. Das Buch behauptet, ausser der berüchtigten Ringschwanznekrose bekämen Ratten keine nennenswerten Krankheiten
  • V.C.G. Richardson: Diseases of Small Domestic Rodents; Blackwell Science 1997
    für Tiermediziner gedachtes Nachschlagewerk; keinerlei Abbildungen von Parasiten, keine Diagnostik; aber Dosierungsanleitungen. Das Buch wendet sich angeblich auch an interessierte Haustierhalter, stimmt Käfigmaße/Entwöhnungszeitraum/Futter etc. aber auf Laborbedürfnisse ab (z.B.: Empfehlung, einen Bock mit bis zu 6 Weibchen zu vergesellschaften...). Medizinische Terminologie Voraussetzung
  • Juliette de Bairacli Levy: Das Kräuterhandbuch für Hund und Katze; Zweitausendeins Verlag 1987
    selbst für Hund und Katze sind die hier genannten pseudo-wissenschaftlich begründeten Therapien gefährliche Rosskuren; für Ratten nicht geeignet!
  • W. Fresenius, H. Niklas, H. Schilcher: Freiverkäufliche Arzneimittel; Wissenschaftl. Verlagsgesellschaft 1998
  • Hügel, Fischer, Kohm: Pharmazeutische Gesetzeskunde; Deutscher Apotheker Verlag Stuttgart
  • K.A. Kovar (Hrsg.): Pharmazeutische Praxis; Deutscher Apotheker Verlag Stuttgart
  • Selbstmedikationsliste 2000
  • Rote Liste 2000
  • RattGeber ab 1996