Liebe Rattenhalter,
Warum nochmal die Erwähnung dieser Infektionskrankheit:
Dem Rattgeber 2006 entnommen der Bericht einer akuten Erkrankung aus Berlin. Dem damals Erkrankten geht es mit Einschränkungen wieder gut und er hält auch wieder Ratten. Kurz nach dem Geschehen hatten wir Kontakt mit dem Bundesinstitut für Risikoforschung, welches die Ratten untersucht hatte. Es meldete sich auch das Robert Koch-Institut aus Berlin und bekundete Interesse an einer Studie bei Rattenhaltern um die Verbreitung dieser Infektionskrankheit bei Aufnahme von Fundtieren festzustellen.
2007 gab es den Bremer Notfall, wo erst nach Verteilung der Ratten in ganz Deutschland festgestellt wurde das der Halter an Leptospirose erkrankt war. Leider wurden die genauen Zusammenhänge nie ermittelt. Wir haben daraus gelernt das bei Großnotfällen, bei denen Kontakt nach draussen besteht oder unerträgliche hygienische Zustände herrschen die Ratten auf Leptospirose getestet werden sollten.
Susanne Mudra koordinierte damals die Studie für das Institut. Nachdem sie aus dem Verein 2008 ausschied übernahm ich die Koordination. Leider ging der damals verantwortliche Dr. Jansen vom Robert Koch-Institut ins Ausland und meldete sich nicht wie abgesprochen, ob es einen Nachfolger gibt. Somit muss man die Studie leider als beendet ansehen. Alle Daten die damals erhoben worden sind, wurden gelöscht und niemals an Dritte weitergegeben.
Wichtig ist das Wissen das es tatsächlich zu so einer Infektion kommen kann und man die Symptome kennt um sofort handeln zu können:
www.medizinfo.de/infektionen/bakterien/leptospirose.shtml
Wir können Euch nur empfehlen bei der Aufnahme von Fundratten von draussen den beiliegenden Bogen auszufüllen damit im Falle einer Erkrankung das Woher vollzogen werden kann und man dem Gesundheitsamt Meldung machen kann das die dortige Wildratten- oder Mäusepopulation untersucht werden kann. Die eigentliche Ansteckung kann man eher als gering ansehen, wenn man sich die gesammelten Erkrankungen ansieht:
Robert Koch-Institut
Eine weitaus größere Gefahr sieht das auswärtige Amt zum Beispiel bei solchen Fällen:
www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/01-Laender/Gesundheitsdienst/download/Leptospirose.pdf
Für weitere Fragen stehe ich gerne unter brandt_rat@gmx.net zur Verfügung.
Berlin, den 04.10.10 Christine Brandt