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Im Folgenden haben wir einige oft gestellte Fragen und deren Antworten zusammengetragen. Bei weiteren Fragen kann man uns jederzeit kontaktieren.
Übertragen
Ratten Krankheiten?
Was ist bei der Geburt von Ratten zu beachten?
Rötlich-braune Hautablagerungen?
Erkrankungen: Pilze
Ist das "Einschläfern" schmerzhaft?
Übertragen Ratten Krankheiten?
Wildlebende Ratten können, wie alle anderen wildlebenden Tiere (z.B. auch der süße Igel, den viele Leute sich aus Mitleid im Winter in die Wohnung holen), Krankheiten übertragen. Die zahme Ratte zuhause allerdings ist viel sauberer, da sie ja unter hygienischen Bedingungen gehalten wird. Jede Katze und jeder Hund, der draußen Herumläuft, schleppt viel mehr Krankheitserreger in das "traute Heim" als die Ratten, die im saubergehaltenen Käfig leben! Es ist viel wahrscheinlicher, dass der Mensch die Ratte ansteckt als umgekehrt. Hält man sich eine Ratte, besser zwei oder mehrere Ratten, dann ist das dasselbe, als würde man sich einen Hamster oder ein Meerschweinchen halten, nur dass Ratten viel intelligenter und menschenbezogener sind und deshalb viel mehr Spaß machen. Aber man muss sich auch sehr intensiv mit seiner Ratte beschäftigen, dann wird sie anhänglich und verschmust. Ratten sind sehr soziale Tiere und sollten deshalb am besten mindestens zu zweit (gleichen Geschlechts) gehalten werden.
Was ist bei der Geburt von Ratten zu beachten?
Eigentlich muss und sollte der Mensch Rättinnen bei der Geburt und bei
der Aufzucht der Jungen so weit wie möglich in Ruhe lassen und nicht stören.
Rättinnen sind in der Regel gute und liebevolle Mütter. Komplikationen
bei der Geburt können Sie daran erkennen, dass nach der Einleitung der
Geburt (Blutungen aus der Vagina, ein erstes Baby ist geboren) die Geburt nicht
innerhalb der nächsten 1 bis 2 Stunden abgeschlossen ist. Läuft die
Rättin während der Geburt unruhig hin und her und bleibt nicht im
Nest, oder es werden keine (weiteren) Babys geboren, suchen Sie unverzüglich
einen kompetenten Tierarzt auf. Eine zusätzliche Geburtshilfe oder ein
Kaiserschnitt könnte notwendig sein. Komplikationen bei Rattengeburten
sind zwar selten, aber immer ernst zu nehmen und schnelles Handeln ist unbedingt
notwendig. Unter normalen Umständen wird sich die Rattenmutter nach der
Geburt um ihre Babys hervorragend kümmern. Tut sie es nicht, dann liegen
Gründe dafür vor: Vielleicht hat sie nicht genügend Milch, ist
zu jung oder zu alt, oder vielleicht sind die Babys krank oder zu
schwach...
Rötlich-braune Hautablagerungen?
Rötlich-braunen Hautablagerungen findet man sehr oft bei älteren Rattenmännchen. Weibliche Ratten bekommen sie meiner Erfahrung nach nie, bei männlichen Tieren treten diese Hautschuppen nach der Geschlechtsreife in mehr oder weniger starkem Ausmaß auf. Nach und nach kann der gesamte hintere Rückenbereich von den Bräunlichen fettigen Hautablagerungen bedeckt werden; am Bauch oder im Kopf- und Halsbereich findet man sie fast nie. Da weibliche Tiere diese speziellen Hautschuppen nicht zu entwickeln scheinen und auch männliche kastrierte Ratten weniger stark betroffen sind, ist ein Zusammenhang mit der Produktion männlicher Geschlechtshormone sehr wahrscheinlich. Möglicherweise dienen diese krümeligen, leicht talgigen Schuppen als "Duftärger", sie sind jedenfalls kein Grund zur Besorgnis. Eventuell kann man die Menge der Hautablagerungen über die Fütterung etwas reduzieren, möglicherweise über eine Verringerung der Zufuhr von tierischem Protein (z.B. Joghurt oder Milchprodukte), was aber nicht gesichert ist. Eine Rattenhalterin hat im RattGeber darüber berichtet, dass sie gute Erfolge erzielt hat mit der Fütterung von Aufbau-Pellets, einem Ergänzungsfuttermittel für Nager, das im Zoofachhandel erhältlich ist. Ich habe bei meinen Rattenmännern keine solchen Erfahrungen machen können, alle hatten sie diese rötlich-braunen Hautablagerungen mehr oder weniger stark, und es war und ist für mich kein Zusammenhang mit der Fütterung erkennbar. Wie schon oben erwähnt, besteht also kein Grund zur Besorgnis, diese Hautablagerungen sind bei Ratten völlig normal und vielleicht lediglich als kleiner "Schönheitsfehler" anzusehen.
Falls es sich bei der Krankheit Ihrer Ratte tatsächlich um einen Pilz handelt, kann die Behandlung lange Zeit beanspruchen. Pilzerkrankungen können ziemlich hartnäckig sein und an einer Stelle verschwinden, um an einer anderen wieder aufzutauchen. Dieser langwierige Prozess ist nur mit regelmäßiger und ausdauernder Behandlung in den Griff zu bekommen. Pilze sind ansteckend, aber nicht immer erkranken auch alle Tiere einer Gruppe. Das hängt von der jeweiligen Anfälligkeit des einzelnen Tieres ab. Auch kann ein Pilz immer wieder auftauchen, nachdem er bereits für längere Zeit verschwunden war. Sie sollten auf jeden Fall die Behandlung noch eine Woche fortführen, nachdem die Haare wieder nachgewachsen sind, da der Pilz durchaus unter der Haut noch vorhanden sein kann. Für eine genaue Diagnose suchen Sie bitte einen Tierarzt auf.
Ist das "Einschläfern" schmerzhaft?
Das "Einschläfern" - wiederum von einem verantwortungsvollen
und kompetenten Tierarzt durchgeführt - ist schmerzfrei, wenn das Tier
zuvor narkotisiert wird und danach erst das Tötungsmittel angewendet wird.
Nur eine Spritze, das heißt, nur die Todesspritze, ist eine Quälerei,
da das Tier hierbei innerlich erstickt und den Herzstillstand bei vollem Bewusstsein
erlebt.
Der Tod ist immer ein Trauma für ein Lebewesen - es hat Angst. Es ist bedauerlich,
dass die meisten Tierärzte keine Hausbesuche machen, so dass die Tiere
wenigstens in ihrer gewohnten Umgebung sterben könnten.